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Hallo Nachbar, hallo Nachbarin!

Unter diesem Motto steht die Nachbarschaftskampagne der SPD und der Kreis Segeberg ist eine der bundesweit 21 Modellregionen.

Doch was heißt Nachbarschaftskampagne und wieso Modellregion?

Bundesweit gibt es drei Herausforderungen für uns als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Dies ist zum einen die Mitgliederentwicklung und -aktivität. Wie auch in allen anderen Parteien schrumpfen bei uns die Mitgliederzahlen, während unsere Mitglieder gleichzeitig immer älter werden und nur ein kleiner Prozentteil in der Partei aktiv ist. Für den SPD-Kreisverband Segeberg bedeutet dies in konkreten Zahlen: zum Jahresende 2014 gab es im SPD-Kreisverband Segeberg 1.275 Mitglieder, während es zum Jahresende 2010 noch 1.356 Mitglieder waren. Diese Entwicklung ist auch dadurch zu erklären, dass den etwa 150 Eintritten in den letzten vier Jahren ca. 180 Austritte und 90 Todesfälle gegenüberstehen. Diesen Trend gilt es umzukehren.  Als Vergleich die Zahlen aus dem OV Norderstedt als mit 334 Mitgliedern größten Ortsvereins des Kreises: dort gab es zum Jahresende 2010 362 Mitglieder, den 31 Eintritten stehen hier 45 Austritte und 21 Todesfälle gegenüber.

Mit der Nachbarschaftskampagne möchten wir generell wieder mehr Bürgerinnen und Bürger begeistern für die Sozialdemokratie aktiv zu werden, wobei wir verstärkt versuchen jüngere Menschen, Frauen und Migrantinnen und Migranten zu erreichen. Im Kreisverband Segeberg beträgt der Frauenanteil 34% und der Anteil der Mitglieder unter 40 Jahren liegt bei  12%.

Zum zweiten hat SPD ein großes Potential bei der Wählerzustimmung, insbesondere im Bund! Dies führt zur dritten Herausforderung: den Nichtwählern. Deren Anteil nimmt stetig zu. Würden sie als eine eigene Partei gelten, hätten sie schon heute mehr Zustimmung als wir. Allerdings ist das auch eine Chance, da viele dieser Nichtwähler früher der SPD nahestanden.

Ziel ist es durch die Nachbarschaftskampagne mit den Bürgerinnen und Bürgern wieder verstärkt in den Dialog zu treten und als „Kümmererpartei“ wahrgenommen zu werden.  Das ist auch genau das Ziel des SPD-Kreisverbandes Segeberg. Wir haben uns als Modellregion für die Nachbarschaftskampagne beworben, weil wir Neues entwickeln und erproben, gute Konzepte aus den Ortsvereinen multiplizieren wollen und gemeinsamen mit unseren Mitgliedern vor Ort die Menschen in ihrer Nachbarschaft mitnehmen werden.

Die Nachbarschaftskampagne ist der Versuch wieder mehr zuzuhören, oder wenn das schon geschieht, anders zuzuhören, Fragen zu stellen und zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern Antworten zu finden und so Politik zu gestalten. Wichtig neben einer gewissen Debattenkultur ist das (erneute) Zusammenbringen von Menschen und Interessen. Dazu müssen wir uns als Partei verstärkt unserer Nachbarschaft bewusst werden und zivilgesellschaftliche Dialogpartner suchen. Unser Ziel ist es, langfristig die SPD im Kreis noch bekannter und als Mitmachpartei attraktiver zu machen.

Neu daran ist, dies ist die erste Kampagne „von unten“: die Basis bestimmt die Themen und Ideen und sagt, wie sie umzusetzen sind. Jede Modellregion hat Ihren eigenen Organisationsberater, der bei der Umsetzung Hilfestellungen gibt, das Ganze dokumentiert und wissenschaftlich auswertet, damit der Rest der SPD von den Erfahrungen profitiert!

Der Kreis Segeberg ist sehr groß und vielfältig, er ist eine Art Spiegelbild von Schleswig-Holstein mit der großen kreisangehörigen Stadt Norderstedt im Süden, der dichter besiedelten Autobahnachse und dem ländlicher geprägten Ostteil des Kreises. Um diese Vielfalt abzubilden, hat der Kreisvorstand beschlossen, mit der Nachbarschaftskampagne in sieben Städten und Gemeinden mit den größten Ortsvereinen, sowie einem Amtsbereich mit kleinen Gemeinden exemplarisch zu starten.  Hierbei handelt es sich um Norderstedt, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt, Bad Segeberg, Wahlstedt, Trappenkamp, die Gemeinde Henstedt-Ulzburg und den Amtsbereich Itzstedt.

Die hier in den Ortsvereinen gemeinsam mit dem Organisationsberater und einer Steuerungsgruppe entwickelten Ideen werden vor Ort umgesetzt und erprobt. Im Rahmen der Nachbarschaftskampagne werden Aktionen diesen Sommer u.a. von den Ortsvereinen in Norderstedt, Kaltenkirchen, Wahlstedt, Bad Segeberg und Kayhude (Amt Itzstedt) geplant. Dazu gehören Aktionen wie Tür-zu-Tür, Stände und Bürgerbefragungen sowie Plakataktionen.

Wichtig ist uns das die Ortsvereine dabei autonom entscheiden, was sie in ihrer Region um- und einsetzen wollen. Die Steuerungsgruppe stellt ihnen lediglich verschiedene Werkzeuge und Formate zur Verfügung, aus denen sie die für sich passenden Dialogformate entwickeln können. Die Ergebnisse der verschieden Aktionen und die Erfahrungen, die die Akteure vor Ort gesammelt haben, sollen im September 2015 in einer Ortsvereinskonferenz vorgestellt werden, so dass sie dann auf weitere Gemeinden übertragen werden können, Stichwort „Best Practice“.

Die Nachbarschaftskampagne ist in einem intensiven Arbeitsprogramm des SPD-Kreisverbandes eingebettet, welches auf dem Kreisparteitag im November 2014 mit großer Mehrheit unserer Delegierten verabschiedet wurde. Wir haben uns verschiedene Dialog- und Beteiligungsmodule auf die Agenda der nächsten zwei Jahre geschrieben um auf Kreisebene mit unseren Mitgliedern und den Bürgerinnen und Bürger in einen aktiven Austausch zu kommen. Parteiintern haben wir im April die „Rote Werkstatt“ als Bildungsworkshop zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbetreuung veranstaltet und unser Mitgliederinformationsblatt „Rote Feder“ wieder ins Leben gerufen. Des Weiteren ist im November dieses Jahres ein Themenkreisparteitag mit unserem Wirtschaftsminister Reinhard Mayer geplant. Mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Vereinen und Verbänden des Kreises wollen wir durch regelmäßig wiederkehrende Zukunftsdialoge und Unternehmensgespräche in Kontakt kommen. Im März 2015 fand der erste Zukunftsdialog zum Thema Flüchtlingspolitik im Kreis Segeberg mit der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Serpil Midyatl? statt und für den 8. Juli 2015 ist die zweite Veranstaltung vorgesehen. Diesmal wollen wir mit der Leipziger Bundestagsabgeordneten Daniela Kolbe im Norderstedter Rathaus über die Zukunft der Arbeitswelt diskutieren. Alles Formate, die gut in die Nachbarschaftskampagne integriert sind.

Wir sind fest davon überzeugt, dass die Nachbarschaftskampagne die gute Arbeit der SPD im Kreis noch weiter optimieren wird, unsere Mitglieder motiviert und uns unterstützt noch intensiver und zielgerichteter die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg zum Mitmachen zu bewegen und wir mit ihnen weiter in den Dialog kommen.

Magnus Wurm, Organisationsberater Parteivorstand