Sparen fängt bei vermeidbaren Ausgaben an ... Busshuttle überdenken

Veröffentlicht am 29.04.2020, 15:17 Uhr     Druckversion

Bad Bramstedt. Die Bad Bramstedter SPD ist bereit, angesichts der sich abzeichnenden neuen finanziellen Situation der Stadt Bad Bramstedt über Einsparungen zu reden. Sie will mit den anderen Parteien insbesondere darüber sprechen, den vom Schulverband geplanten Bustransfer zwischen der Schule am Hoffeldweg und Weddelbrook neu zu überdenken.

Fraktionsvorsitzender Jan-Uwe Schadendorf: „Niemand außerhalb eines kleinen Kreises von Kommunalpolitikern erkennt einen Sinn darin, wieso man jährlich zusätzliche 132.000 EUR in den Schulverband-Haushalt mit aufnimmt, damit Kinder für 1-2 Stunden via Bus-Shuttle in einem Weddelbrooker Gebäude betreut werden können. Das ist die teuerste, komplizierteste und unsicherste aller denkbaren Lösungen. Die gehört angesichts der aktuellen Situation erst recht erneut auf den Prüfstand.“ Zudem werde zwischenzeitlich deutlich, dass einige Kommunalpolitiker der CDU das Konzept Weddelbrook offenbar als Dauerlösung etablieren wollen und nicht -wie bislang vereinbart- als Übergangsphase für die Zeit, in welcher die Storchennestschule einen Anbau bekommen sollte. Dieser scheint nun auf der Kippe zu stehen.

Die SPD hat daher in der letzten Sitzung des städtischen Finanzausschusses deutlich gemacht, über andere Sparthemen nur dann verhandeln zu wollen, wenn das Thema Bustransfer Weddelbrook neu angegangen wird.

Die Aussage des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Finanzausschuss, dass er ansonsten aber so ziemlich jede aufgelistete Sparmöglichkeit umsetzen würde, findet die SPD ebenso befremdlich: „Damit stellt die CDU, offenbar mit zweierlei Maß messend, den Betrieb des Kurhaustheaters ebenso in Frage wie viele Zuschüsse an Vereine und Verbände. Auch da sagen wir ganz klar: Nein, für solche Unverhältnismäßigkeiten werden wir die Corona-Krise nicht missbrauchen lassen. Wir wollen Augenmaß bewahren – auch in der gegenwärtigen Lage.“

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