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Kieler Institut für Toxikologie muss erhalten bleiben

Veröffentlicht am 04.05.2017, 20:05 Uhr     Druckversion

Die Belastung der Umwelt mit Schadstoffen aller Art ist für die Gesellschaft seit der Industrialisierung ein Thema.  Die Erforschung des Einflusses von Umweltsubstanzen inklusive toxischer Stressoren auf die menschliche Gesundheit zum Beispiel durch Chemikalien die über die Luft, das Wasser, die Nahrung oder über die Haut auf den Menschen wirken, erhält  zunehmend Bedeutung.

Aufgabe der Uwelttoxikologen ist es mögliche Belastungen der Umwelt zu ermitteln, die Quellen zu identifizieren und Beratung zur Minimierung der Einträge zu leisten.

Das Kieler Institut für Toxikologie, hat durch sein kompromissloses Eintreten für einen besseren Schutz der Menschen und der Natur und durch seine nicht korrumpierbare Haltung national und international hohes Ansehen erlangt und als kritisches Forschungsinstitut damit einen wichtigen Beitrag zum sensiblen Umgang mit toxikologisch relevanten Substanzen geleistet. Wie jetzt bekannt wurde, soll das Institut in zwei Jahren geschlossen und der Lehrstuhl aufgelöst werden. Zukünftig soll es nur eine W2-Professur für Medizinische Toxikologie im Institut für Pharmakologie geben. Damit geht die umwelttoxikologische Expertise des Instituts verloren, betonte Wolfgang Vogel, Sprecher des Umweltforums der SPD SH. Die Weichenstellung der CAU sei falsch, da auf vielen Handlungsfeldern der der gesellschaftlichen Entwicklung ganzheitliche Sachkunde und konkrete Forschungsexpertise wie sie von Wassermann, Kruse und Maser über die Jahre teilweise gegen den „gesellschaftlichen Mainstream“ aus Verantwortung für die ihnen übertragene Aufgabe in die gesellschaftlichen Diskussionen mit Erfolg eingebracht wurden.

Der Aufgabenkatalog für das Toxikologische Institut der CAU Kiel sei für die Zukunft nicht kleiner sondern größer geworden. Allein die Wirkungen von Luftschadstoffen aus dem Verkehrsbereich, insbesondere die Belastung mit Feinstäuben, die nachweislich Einfluss auf    die  atemwegsbezogene  sowie  kardiovaskuläre  Morbidität  und  Mortalität haben. Damit wird deutlich, dass im  Hinblick  auf  den  Gesundheitsschutz  verstärkt  auch  die  Gesamtimmissionssituation betrachtet   werden   muss.   Voraussetzung für zielgenaue, risikomindernde Maßnahmen im Bereich der Luftschadstoffe sind ganzheitliche wissenschaftliche Kenntnisse über Einträge in die Umwelt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf in der Zukunft. Dies ist ein Schwerpunkt und Zukunftsauftrag des Toxikologischen Instituts der CAU. Für den Erhalt des Instituts werden wir uns politisch einsetzen, erklärte Wolfgang Vogel.

 

Homepage: SPD-Umweltforum


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