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Martin Schulz fordert mehr Gerechtigkeit

Veröffentlicht am 08.02.2017, 18:18 Uhr     Druckversion

Martin Schulz

Wenige Tage nach seiner Nominierung zum SPD-Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten hat Martin Schulz den Kreis Segeberg besucht. In der Aula des Norderstedter Coppernicus-Gymnasium diskutierte der frühere Präsident des Europäischen Parlaments mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe.

Die jungen Leute zeigten sich mit ihren Fragen gut informiert über die aktuellen politischen Fragen. Steuerpolitik und soziale Gerechtigkeit seien der Kern seiner Programmatik, stellte eine Schülerin fest und forderte Klarheit. "Die mit harter Arbeit ihr Geld verdienen dürfen nicht schlechter gestellt werden als die, die ihr Geld arbeiten lassen," brachte Martin Schulz seine Position auf den Punkt.

Die Zukunftsperspektiven der jungen Generation will der künftige Parteivorsitzende mit Forschungsförderung verbessern. Deutschland müsse technologisch an der Weltspitze sein, um wirtschaftlichen Erfolg zu sichern. Nationalistische Entwicklungen in Europa schienen den Fragestellern sorgen zu machen. "In der Situation, in der wir jetzt sind, brauchen wir ein einiges Europa", erklärte Martin Schulz. "Europa zusammenzuhalten ist nicht der Ausverkauf deutscher Interessen, sondern die Sicherung deutscher Interessen."

Das Themenspektrum reichte von Wirtschaftspolitik über Datenschutz und Sicherheit bis zu einer Einschätzung des NPD-Urteils des Verfassungsgerichts. Martin Schulz blieb in seinem Statement diplomatisch. Das Urteil sei zu akzeptieren. Aber zwischen den Zeilen wurde deutlich, dass er eine andere Entscheidung gewünscht hätte. Das junge Publikum applaudierte.




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