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Opernball – Ein Hauch von Glamour auf Staatskosten!

Veröffentlicht am 22.10.2014, 14:47 Uhr     Druckversion

Katrin Fedrowitz, Vorsitzende der SPD-Norderstedt

Unsere junge und wachsende Stadt Norderstedt hat viel zu bieten. Nun kam also auch noch ein Opernball dazu! „Die Kulturszene in Norderstedt ist vielfältig und natürlich gibt es auch Platz für neue innovative Veranstaltungen. Eine exklusive Ballnacht, in der unsere Bürger in großer Robe einen Hauch von Glamour erleben, ist durchaus zu unterstützen“,  meint die SPD Ortsvereinsvorsitzende und stellv. Fraktionsvorsitzende Katrin Fedrowitz.

 „Jedoch darf ein solcher Abend für einige wenige Gäste nicht auf Kosten der Steuerzahler gehen."

Der 1. Norderstedter Opernball wird in dieser Form hoffentlich auch der letzte seiner Art sein, zumindest wenn es nach der SPD geht. „Die Finanzierung einer solchen Tanzveranstaltung durch die defizitären Mehrzwecksäle Norderstedt sowie das städtische Arriba Erlebnisbad und somit durch Steuergelder ist von uns politisch nicht gewollt“, moniert Fedrowitz. „Ein derartiges kulturelles Ereignis muss entweder kostendeckend durchgeführt oder durch Sponsoren der Privatwirtschaft finanziert werden.“

Zwei der sogenannten Goldsponsoren des Events, nämlich die städtischen Mehrzwecksäle Norderstedt, zu der auch die Tribühne gehört, und das Arriba schließen alljährlich mit einem Minus ab, das dann aus dem städtischen Haushalt gedeckt wird.

Auch der in der Presse verbreitete erfreuliche Erlös aus der Tombola zugunsten der Hilfsaktion Herzbrücke der Albertinen-Stiftung in Höhe von Euro 3.245,00 kann nicht darüber hinweg täuschen, dass hier Steuergelder verschwendet wurden, was der Stadt Norderstedt ja auch erneut einen unrühmlichen Eintrag in das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler eingebracht hat. 

Grundsätzlich führen auch städtische Betriebe im Rahmen ihres Marketings Sponsoring durch. Das ist aus Sicht der SPD auch durchaus gewollt. Allein über die Größenordnung und die Form der Bezuschussung ist man sich nicht mit den Leitungen der hier beteiligten Betriebe einig. Bis heute ist die Stadt nicht über das Budget des Opernball und die Höhe des finanziellen Zuschusses der städtischen Betriebe informiert worden. Dieser Bericht an die Politik wäre im Vorwege dringend erforderlich gewesen, um finanziellen Schaden von dem städtischen Haushalt abzuwenden. 

Außerdem kritisieren die Sozialdemokraten, dass im Rathaus Roulette und Black Jack gespielt wurden. „Im Hauptausschuss wurde uns im Frühjahr dieses Jahres berichtet, dass derartige Glücksspiele vorab von der Verwaltung, namentlich Herrn Bosse, zu genehmigen wären. Eine solche Genehmigung wurde uns gegenüber vehement ausgeschlossen.“ berichtet die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Wir können uns nicht erklären, warum das Glücksspiel gleichwohl durchgeführt wurde. Dies werden wir in der nächsten Hauptausschusssitzung noch einmal kritisch hinterfragen.“

„Wir gehen davon aus, dass die Veranstalter des Opernballes ihr Konzept überdenken und die Finanzierung zukünftig durch Sponsoring aus der Privatwirtschaft sicherstellen“, schließt Fedrowitz. 

Homepage: SPD-Norderstedt